Stationen und Konzeption

Auf einem Steg können die denkmalgeschützten Fundamente der ehemaligen Bade- und Entlausungsbaracke  von Besuchern betrachtet werden. Heute sind diese mit einer Halle überbaut, die das Kernstück der Gedenkstätte – die Medieninstallation – enthält. Im Empfangs- und Informationsraum werden den Besuchern die Basisinformationen zum Verständis des historischen Kontextes gegeben. Der Ehrenfriedhof mit den Namenstafeln auf dem Gelände der ehemaligen Massengräbern bildet einen weiteren zentralen Ort der Gedenkstätte. Im Einzelnen umfasst die Gedenkstätte fünf Stationen. Hier sehen sie eine Übersichtsskizze der Gedenkstätte mit den Stationen.


Empfangs- und Informationsraum

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Anhand eines Lagermodells kann man die Lage, Struktur und Größe des ehemaligen Lagers im topographisch veränderten Glattbachtal nachvollziehen. Durch ein Geschichtsfries und Informationsmaterialien werden den Besuchern die notwendigen Basisinformationen zum Verständnis der historischen Zusammenhänge gegeben.

Bei einer Führung am Lagermodell im Empfangs- und Informationsraum
Bei einer Führung am Lagermodell im Empfangs- und Informationsraum
ehemalige Bade- und Entlausungsbaracke

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Auf einem Steg erreicht man die denkmalgeschützten Fundamente der ehemaligen Bade- und Entlausungsbaracke. Diese befinden sich heute in einem geschützten und abgedunkelten Raum, in dem eine audiovisuelle Medieninstallation gezeigt wird. Die etwa 20minütige Videocollage aus Originalzitaten von Häftlingen, Musik, verfremdeten und überblendeten Bildern und Geräuschen soll den Besuchern einen affektiven Zugang zur Geschichte, besonders aber zu den grausamen Schicksalen der Insassen ermöglichen. Der Raum bleibt abgedunkelt, nur an entsprechenden Textstellen werden die Fundamente mit Lichteffekten in die Präsentation einbezogen.

KZ Gedenkstätte Vaihingen: Auf einem Steg über den Fundamenten der Entlausungsbaracke stehen die Besucher und sehen sich die Medieninstallation an. /ad
KZ Gedenkstätte Vaihingen: Auf einem Steg über den Fundamenten der Entlausungsbaracke stehen die Besucher und sehen sich die Medieninstallation an.
ehemaligen SS – Küche

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Hier werden anschauliche Wechselausstellungen wie z.B. „Vom Massengrab zum Ehrenfriedhof“ gezeigt, die einzelne Aspekte der Thematik aufgreifen.

Stollen

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Dieser wurde  von Häftlingen als Luftschutzraum für die SS – Wachmannschaften aus dem Fels gesprengt. Er ist das letzte sichtbare Zeugnis der Häftlingsarbeiten.

Der Eingang für die Wachmannschaften zum Luftschutzstollen
Der Eingang für die Wachmannschaften zum Luftschutzstollen

 

Der KZ-Ehrenfriedhof

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Auf dem ehemaligen Gelände der Massengräber entstand 1958 der KZ-Friedhof. Dort ruhen 1342 Opfer in anonymen Gräbern. Der Friedhof mit den vier 2013 errichteten Namenstafeln und seinem Gedenkstein ist der eigentliche Ort des Gedenkens und Trauerns. Dort findet die jährliche Gedenkfeier im Monat (April) der Befreiung des Lagers statt.

Auf den vier im Jahr 2013 errichteten Namenstafeln stehen insgesamt 1342 Opfernamen in alphabetischer Reihenfolge. Elf Opfer bleiben anonym.
Auf den vier im Jahr 2013 errichteten Namenstafeln stehen insgesamt 1342 Opfernamen in alphabetischer Reihenfolge. Elf Opfer bleiben anonym.