Gedenkstättenpädagogik als Aufgabe

Engagierte Mitglieder der KZ-Gedenkstätte Vaihingen/Enz versuchen nach den Erkenntnissen moderner Gedenkstättenpädagogik Jugendlichen verschiedene Lernzugänge zum Thema Konzentrationslager und zur Politik des Dritten Reiches zu eröffnen. Sie sind in der Lehrerfortbildung tätig und schulen Multiplikatoren für alle Schularten. Anregungen aus der Praxis werden erprobt und weitergegeben. Treffen mit Jugendlichen finden mehrmals im Laufe des Jahres statt:

Außerunterrichtliche Angebote wie das Sommerferienprogramm (mit der Stadt Vaihingen) und das Soziale Engagement (mit Realschulen) bieten interessierten Jugendlichen die Möglichkeit der Mitarbeit an der Gedenkstätte. Sie werden dort geschult und als junge „HiSTORIES“ bei ihren Aktivitäten unterstützt.


Angebote an Lehrkräfte

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Einmal jährlich an einem Termin im Herbst wird am so genannten „Lehrersamstag“ interessierten Lehrern ein ausführlicher Einblick in die Möglichkeiten, die die Gedenkstätte als außerunterrichtlicher Lernort bietet, gegeben. Im Rahmen dieser Lehrerfortbildungen lernen sie die umfangreichen didaktisch aufbereiteten Materialien des Medienkoffers und die gesamte Palette der Angebote für Schüler kennen. Die Veranstaltung wird gemeinsam mit der GEW-Nordwürttemberg als anerkannte Fortbildung ausgeschrieben. Die Termine werden rechtzeitig veröffentlicht.

Erarbeitung von pädagogischen Materialien

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Pädagogisch erfahrene Mitglieder entwickeln Arbeitsmaterialien für schulische und außerschulische Zwecke. So umfasst der Medienkoffer Wissenswertes über das ehemalige KZ Vaihingen/Enz, vor allem aber methodisch-didaktisch Herangehensweisen an die Arbeit mit Schülern in unserer Gedenkstätte. Hier erfahren Sie mehr darüber.

Der Theaterkoffer  des Jungen Theaters Leipzig eröffnet Schülern den Zugang zum Thema „Holocaust“ (mit Waisenhausprotokollen von 1945 aus Warschau). Er enthält seit dem Schuljahr 2014/2015 das Drehbuch eines Theaterprojekts des Friedrich-Abel-Gymnasiums Vaihingen/Enz zum 70. Jahrestag der Befreiung unter dem Titel „Die Welt ist uns fremd geworden“.

Neben Photos stehen weitere Anschauungsmaterialen bereit, die Materialien werden laufend ergänzt.

Soziales Engagement

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Realschüler können in unserer Einrichtung ihr SE-Praktikum ableisten, sie sollten allerdings geschichtlich interessiert sein.

Was erwarten wir? Teilnahme an Führungen und pflegerischen Maßnahmen (Teamarbeit) im Gelände und in der Gedenkstätte und die Bereitschaft dabei kleinere Aufgaben zu übernehmen.

Soweit es sich anbietet und Interesse besteht, können die Schüler an Vorhaben und Projekten  sowie an Veranstaltungen und Fahrten des Vereins im Zeitraum ihrer Beschäftigung teilnehmen. Auf Wunsch bekommen sie im Anschluss an ihr SE-Praktikum ein Testat.

Ansprechpartner: Brigitta Isermeyer, T. 07042-22896, iserbrig@web.de