In dem Maße, in dem zu Anfang der 1970er-Jahre eine neue Generation historisch gebildeter und gesellschaftlich engagierter Lehrer an die Schulen kam, bemühten sich diese auch um die bislang eher vernachlässigte Geschichte des Dritten Reiches. Dabei mussten sie jedoch bemerken, dass diese Epoche auf regionaler und lokaler Ebene nur wenig beachtet und damit auch kaum aufgearbeitet worden war. Gleichzeitig wurde aber auch deutlich, in welch vielfältiger Weise das Naziregime seine Spuren hinterlassen hatte.
Im Kreis Ludwigsburg ging die Spurensuche vor allem von Lehrern aus, die sich in der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft organisiert hatten. Auf einer »alternativen Kreisrundfahrt« im Herbst 1987 zu den Stätten der Verfolgung entstand der Wunsch nach einer zentralen Gedenkstätte, die an die Verfolgung und die zahlreichen Opfer erinnert und in der insbesondere Schüler in anschaulicher Weise über das Thema informiert werden.
Als Ort einer solchen Gedenkstätte bot sich Vaihingen an, da hier nicht nur ein Konzentrationslager bestanden hatte, das mit seiner ungewöhnlichen Geschichte viele Einzelaspekte widerspiegelte, das KZ in Vaihingen war außerdem bereits relativ gut erforscht. Bei diesen Forschungsarbeiten hatte sich gezeigt, dass für das Vaihinger Lager außergewöhnlich viele und – gerade für eine Gedenkstätte – ergiebige Quellen zu finden waren. Diese waren erstmals 1985 in einer Ausstellung zum Kriegsende präsentiert worden. Zu diesem Anlass hatte die Stadt Vaihingen auch ehemalige Häftlinge eingeladen, deren Erinnerungen in Büchern veröffentlicht wurden.
Nach intensiven Vorgesprächen konnte im Herbst 1990 ein Trägerverein gegründet werden, der es sich zur Aufgabe machte, eine Gedenkstätte zu errichten, die den didaktischen Erfordernissen ebenso genügen sollte wie dem Anspruch, die Gedenkstätte am authentischen Ort zu errichten. Erleichtert wurde die Aufgabe dadurch, dass das Landesdenkmalamt Baden-Württemberg die gesamten Reste des Lagers als Bodendenkmal ausgewiesen hatte.
Neben der Stadt Vaihingen, die von Anfang an das Projekt unterstützte, konnten noch zahlreiche andere Institutionen und Firmen gefunden werden, die es ermöglichten innerhalb von 15 Jahren eine Gedenkstätte zu errichten, die den gestellten Anforderungen an eine zeitgemäße Museumsdidaktik genügt. Was bislang nicht finanziert werden konnte, war ein Arbeits- und Seminarraum. Gleichwohl werden zahlreiche Angebote für Besucher, aber auch für Schüler und Lehrer gemacht.
Die Gedenkstätte verfügt über ein umfangreiches Archiv und eine Bücherei, die derzeit rund 120 Bände und zahlreiche Zeitschriften umfasst. Dies alles wird im Stadtarchiv Vaihingen/Enz als Depositum verwahrt und kann dort eingesehen werden.
Im Kreis Ludwigsburg ging die Spurensuche vor allem von Lehrern aus, die sich in der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft organisiert hatten. Auf einer »alternativen Kreisrundfahrt« im Herbst 1987 zu den Stätten der Verfolgung entstand der Wunsch nach einer zentralen Gedenkstätte, die an die Verfolgung und die zahlreichen Opfer erinnert und in der insbesondere Schüler in anschaulicher Weise über das Thema informiert werden.
Als Ort einer solchen Gedenkstätte bot sich Vaihingen an, da hier nicht nur ein Konzentrationslager bestanden hatte, das mit seiner ungewöhnlichen Geschichte viele Einzelaspekte widerspiegelte, das KZ in Vaihingen war außerdem bereits relativ gut erforscht. Bei diesen Forschungsarbeiten hatte sich gezeigt, dass für das Vaihinger Lager außergewöhnlich viele und – gerade für eine Gedenkstätte – ergiebige Quellen zu finden waren. Diese waren erstmals 1985 in einer Ausstellung zum Kriegsende präsentiert worden. Zu diesem Anlass hatte die Stadt Vaihingen auch ehemalige Häftlinge eingeladen, deren Erinnerungen in Büchern veröffentlicht wurden.
Nach intensiven Vorgesprächen konnte im Herbst 1990 ein Trägerverein gegründet werden, der es sich zur Aufgabe machte, eine Gedenkstätte zu errichten, die den didaktischen Erfordernissen ebenso genügen sollte wie dem Anspruch, die Gedenkstätte am authentischen Ort zu errichten. Erleichtert wurde die Aufgabe dadurch, dass das Landesdenkmalamt Baden-Württemberg die gesamten Reste des Lagers als Bodendenkmal ausgewiesen hatte.
Neben der Stadt Vaihingen, die von Anfang an das Projekt unterstützte, konnten noch zahlreiche andere Institutionen und Firmen gefunden werden, die es ermöglichten innerhalb von 15 Jahren eine Gedenkstätte zu errichten, die den gestellten Anforderungen an eine zeitgemäße Museumsdidaktik genügt. Was bislang nicht finanziert werden konnte, war ein Arbeits- und Seminarraum. Gleichwohl werden zahlreiche Angebote für Besucher, aber auch für Schüler und Lehrer gemacht.
Die Gedenkstätte verfügt über ein umfangreiches Archiv und eine Bücherei, die derzeit rund 120 Bände und zahlreiche Zeitschriften umfasst. Dies alles wird im Stadtarchiv Vaihingen/Enz als Depositum verwahrt und kann dort eingesehen werden.



